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Ist Science Fiction Schund?

Dem Genre Science Fiction lastet noch immer ein Beigeschmack an; zu oft denkt man dabei an grelle, auf schlechtes Papier gedruckte Heftchen an Bahnhofskiosks, an megalomanische Zukunftsfantasien im Stil von Perry Rhodan, in denen die schönen Guten gegen die fremden, außerirdischen Bösen kämpfen. Dass diese Art von SF existiert, steht außer Frage. Doch dass sie nicht das Genre bestimmt, ist nicht jedem Leser klar. Meiner Meinung nach birgt Science Fiction immer eine Aussage über den zeitgenössischen Stand der Gesellschaft.

SF als Schauplatz für literarische Experimente

Indem man zukünftige Welt entwirft, schreibt man zwischen den Zeilen eine Geschichte von den Fantasien und Wünschen, Hoffnungen und Ängsten der eigenen Zeit. Science Fiction ist zudem Schauplatz für absurde Ideen und irrwitzige Gedankenspiele, literarische Experimente, die in keinem anderen Genre unterkommen könnten.

Deswegen möchte ich hier mehr Rezensionen über SF-Bücher veröffentlichen, die oft etwas abseits vom Mainstream stehen, alt und fast vergessen sind wie z. B. Oswald Levetts „Verirrt in den Zeiten“. Genauso werden aber auch Werke besprochen, die zu den absoluten Klassikern gehören, darunter Bücher von Stanislaw Lem und Ray Bradbury. Auch experimentelle Autoren wie Rudy Rucker mit seiner Math-Fiction „Weißes Licht“ stehen auf der Liste.

Alles in allem also eine bunte und vielfältige Auswahl, die dem Skeptiker einen Einblick in die reiche und kontroverse Welt der SF-Literatur gibt. Denn dem Genre kann man viel vorwerfen, doch langweilig zu sein, gehört keinesfalls dazu.

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